Leuchtkäfer und funkelnde Sterne
10.02.2012 - ABENHEIM
Von Beate Harthausen
KATHOLISCHER FRAUENBUND Bunte Sitzung in Abenheim mit Schwung und Sprachwitz
„Nacht über’m Klausenberg“ - dieses Motto stand über der bunten Sitzung des katholischen Frauenbundes. Diese besondere Sitzung lebt von der Vertrautheit der Mitwirkenden, der Angepasstheit der Pointen auf Abenheimer Verhältnisse und des überspringenden Funkens auf das närrische Auditorium.
Als Sterne funkelten im farbenfroh geschmückten und gut gefüllten Gemeindesaal die Damen des Elferrates. „Was für’n Glück, dass bei uns in Abenheim der Busverkehr so schlecht ist“, freuten sich die nächtlichen Taxifahrer (Carmen Fieberling und Maria Kaltenthaler) und nahmen so manche Anwesende in ihren kleinen Anekdoten auf das närrische Korn.
Sprachwitz dominierte den Sketch „Heiratskandidat“. Von ihrer Mutter (Hilde Kosmann-Bärsch) zum Rendezvous gezwungen, macht sich Agathe (Bettina Rehm) mit dem Anwärter bekannt. Dieser hat nur ein kleines Problem: Er kann kein „A“ aussprechen. Mit Wortgewandtheit verkörperte Bärbel Christmann den Heiratskandidaten und brachte das Publikum mit ihren Verwechslungen zum Johlen!
Selbst tanzen und das Auditorium zum Schunkeln bringen? Kein Problem für die Seniorinnen aus dem „lustigen Weinberg“, bis sich Gott Bacchus sogar selbst die Ehre gab.
Wenn es Nacht wird, kommen die grünen Leuchtkäfer aus ihren Verstecken. Mit beleuchteten Flügeln heizten „Karl, der Käfer“ und seine „Brüder“ dem Holzfäller (Lea Jäger) ein. Mit Laterne und Hellebarde sang der Nachtwächter (Elsbeth Kloster) „Unsere Uhr hat Elf geschlagen“.
Ob zu Euro oder Computertechnik, dazu kann man nur noch „Aller, gut Nacht!“ sagen. Für diesen spitzen, gewitzten Vortrag stieg zu Recht die erste Rakete des Abends in den Nachthimmel. „Eh-Jo“ schallte es durch die Nacht, und sieben Afrikanerinnen begeisterten das Publikum derart, dass die Wände wackelten.
Mit dem „Turbo-Gehwägelchen“ stürmte die „flotte Gerti“ alias Gudrun Boxheimer auf die Bühne, obwohl sie das Modell lieber in Ferrari-Rot hätte, und berichtete, was sich auf der letzten „Klausenberg-Rollator-Ralley“ beim Boxenstopp zugetragen hatte.
Tanzende grüne Männchen und rote Teufel dominieren in Abenheim die Träume. „Wer in der Jugend schön ist, trägt im Alter Lila“, philosophierten die Nachteulen (Annemarie Jennewein und Anneliese Weiler). Sie berichteten pointiert von ihren Einsichten in manches Abenheimer Wohnzimmer.
Wenn die Frauen auf Fastnacht sind, wagen sich die Männer (Angela Schröder, Hilde Kosmann-Bärsch und Maria Kaltentaler) in die Bar „Chez Marie“ (Sylvia Mohr). Dort erleben sie dunkle Gestalten (Agnes Harbauer, Beate Seelig), einen eifrigen Kommissar (Anneliese Weiler) sowie spritzige Revue-Girls (Bettina Rehm und Bärbel Christmann).
Mit einem gemeinsamen Rucki-Zucki wurde das große Finale aller Mitwirkenden eingeleitet.
