Freitag, 03. September 2010 10:51 Uhr
URL: http://www.wormser-zeitung.de/region/worms/5683629.htm

Wormser Zeitung

Worms 

Unbeschwerte Tage vor dem Militärdienst

24.07.2007

Von Sascha Diehl

Israelisches Tanzensemble "Galim Dance Group" zu Gast beim Ortsverein Mitte der Arbeiterwohlfahrt

20 junge Frauen aus Israel verbrachten einen ganz besonderen Tag in der Nibelungenstadt. Der Awo-Ortsverein Worms Mitte hatte die Mädchen und Frauen der "Galim Dance Group", die derzeit an der "Gymnastica", einem im hessischen Bürstadt stattfindenden Sportfest, teilnehmen nach Worms eingeladen. Höhepunkt der Stippvisite: die Stadtrundfahrt im Nibelungenbähnchen und der Auftritt der Tanzgruppe im Gerd-Lauber-Haus, der bei den Awo-Gästen für viel Applaus und Begeisterung sorgte. Los ging es für die Nachwuchs-Tänzerinnen, die bei ihrer Tour durch Worms von Marco Sussmann begleitet wurden - Mitarbeiter im Büro des Bundestagsabgeordneten Klaus Hagemann und dank einiger Kibbutz-Aufenthalte profunder Israel-Kenner - mit einem Empfang im Rathaus. Dort begrüßte Bürgermeister Georg Büttler die Gäste aus Israel, die mehrheitlich aus der Nähe des Kibbutz "Afikim" im Jordantal stammen. Nachdem die "Tagestouristen" im Alter zwischen 13 und 17 Jahren den offiziellen Teil hinter sich gebracht und sich im Gästebuch der Stadt verewigt hatten, stand der, zumindest aus Sicht der jungen Urlauberinnen, "angenehme" Teil ihrer Städtereise auf dem Programm: das Mittagessen im Gerd-Lauber-Haus sowie die Stadtrundfahrt, bei der die Nachwuchs-Touris fachkundig begleitet wurden. Stella Schindler-Siegreich, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Worms, führte die jungen Israelis mitsamt deren Betreuerinnen Dorit Porat und Yehuda Ullmann zu den Zeugnissen der jüdischen Traditionen in der Nibelungenstadt: dem jüdischen Viertel, der Synagoge und dem jüdischen Friedhof, den ältesten in Europa. Allerdings beinhaltete das Kulturprogramm, das die Organisatoren um Awo-Chef Karl Kronauer auf die Beine gestellt hatten, auch einige nicht-jüdische Sehenswürdigkeiten - den Dom, das Nibelungenmuseum oder das Lutherdenkmal, mit dem die jungen Gäste, wie "Fremdenführerin" Schindler-Siegreich eingestehen musste, nicht allzu viel anfangen konnten. "Man muss ihnen schon erklären, wer Luther war", schmunzelt die Gemeindevorsitzende und wirbt für Verständnis, zumal hierzulande auch nicht jeder wüsste, wer David Ben Gurion war. Den Höhepunkt der Stadtführung bildete der Abstecher zum Rhein, den sich die jungen Frauen gewünscht hatten. Was für die Gäste aus Israel an dem Fluss so faszinierend ist, erklärt wiederum Schindler-Siegreich: Es sei schlicht und ergreifend das Wasser, von dem sich Israelis so angezogen fühlen. Nach ihrem Streifzug durch die Stadtgeschichte und ihre Sehenswürdigkeiten gab die "Dance Group" als kleines Dankeschön einen Einblick in ihr beachtliches tänzerischen Können und ihr mehr als umfangreiches Repertoire. Was Marco Sussmann, der die jungen Tänzerinnen während ihres Deutschlandaufenthaltes betreut, besonders freute: Dass die "Mädels" ein paar unbeschwerte Tage in Deutschland verbringen konnten, zumal die ältesten der Tänzerinnen demnächst zum Militär einrücken müssen, was, wie Israel-Experte Sussmann nur allzu gut weiß, erstens kein leichtes Schicksal ist und es zweitens dann für zwei Jahre erst einmal vorbei ist mit den Urlaubsreisen.


Wetter

Mehr Wetter

Themenabo: Denken.Lernen.Erinnern

Abstimmung

Ist die Kritik an Thilo Sarrazin und seinen Thesen berechtigt?




Videos

Sonderveröffentlichungen

Specials

Svens Schnellschuss

Logo zum Special "Svens Schnellschuss"

Opel

opel

Kruschel

Flughafenausbau

Flughafen Frankfurt am Main

Klimawandel

Klimawandel

Druckbar

Foto: Jonny Lye/fotolia.com

14 Tage kostenlos Probelesen










Fuß Zurück zum Service | Zurück zu den Verlagsservices | Zurück zur Navigation | Zurück zum Inhalt | Zurück zur rechten Spalte
Ende der Seite Zurück zum Service | Zurück zu den Verlagsservices | Zurück zur Navigation | Zurück zum Inhalt | Zurück zur rechten Spalte
0.635266065598 Sekunden