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Wormser Zeitung

 

Die Bindung bleibt bestehen

21.07.2007

Von Julia Beier

Israelische Tanzgruppe in Worms

Dass auch in politisch schweren Zeiten eine Bindung zur Partnerstadt Tiberias besteht, zeigte sich im Rathaussaal. Bürgermeister Georg Büttler begrüßte dort die israelische Tanzgruppe "Galim Dance Group", die zum Sport-Festival "Gymnastica" nach Bürstadt gereist war.

Der Bürgermeister legte seinen israelischen Gästen nahe, bei Gelegenheit die Synagoge, den Judenfriedhof und die Nibelungenfestspiele zu besuchen und richtete Grüße von MdB Klaus Hagemann an die Mitglieder der "Galim Dance Group" aus. Damit er auch richtig verstanden wurde, übersetzte Marko Süssman, Mitarbeiter im Büro von Hagemann und Begleiter der Gruppe, all das in die englische Sprache. Büttler freute sich, "dass bei der schwierigen Situation mit vielfältigen Problemen in Israel der Wormser Kontakt nach Tiberias weiterhin erhalten bleiben kann" und erntete dafür regen Applaus von den zwanzig jungen Tänzerinnen der israelischen Gruppe im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren sowie von deren Betreuern. Gerührt von der Gastfreundschaft bedankte sich die Leiterin der "Galim Dance Group", Dorit Porat, herzlich und überreichte dem Bürgermeister eine gerahmte Collage von Tiberias und der Tanzgruppe. Für die 62-jährige Tänzerin hat die Reise nach Worms wegen ihrer deutschen Wurzeln immer einen besonderen Reiz, ihr Vater emmigrierte im Zweiten Weltkrieg von Deutschland nach Israel. Aufgrund dieser Verbindung hat die israelische Gruppe der Stadt Worms schon öfter einen Besuch abgestattet. Seit dreißig Jahren besteht nun Dorit Porats Jazz-Dance- und Performance-Tanzgruppe und bietet seitdem Tanz auf höchstem Niveau, beispielsweise in einer eigenen Tanzshow. Auch gilt die "Galim Dance Group" als ein Höhepunkt der diesjährigen "Gymnastika" des TSG Bürstadt, an der 14 Nationen und mehr als 1 000 Tänzerinnen und Tänzer teilnehmen. Doch vor dem großen Auftritt beim internationalen Sport-Ereignis erkundet die Tanzgruppe den Dom, die Synagoge, den Judenfriedhof sowie andere Highlights von Worms in einer Stadtrundfahrt mit dem Nibelungenbähnchen und gibt bei der Arbeiterwohlfahrt im Gerd-Lauber-Haus eine Kostprobe ihrer tänzerischen Talente. Bis es am Dienstag wieder zurück nach Israel geht, planen die Tänzerinnen noch einen Ausflug nach Speyer und eine Shopping-Tour. Zum Abschied standen für die jungen Tänzerinnen und ihrer Betreuer Getränke und Brezeln bereit. Bürgermeister Büttler schenkte jedem eine Info-Mappe rund um Worms und gestattete der Gruppe einen Eintrag ins Gästebuch der Stadt. Eine von ihnen schrieb auf Englisch: "Wir sind immer froh, diese Stadt zu besuchen und hier aufzutreten. Die Stadt ist unglaublich, wir werden in fünf Jahren wieder kommen. Danke für alles!"


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