Komplett neues Zuhause im Tiergarten Worms/Futter wird versteckt
woz. Die zehn Waschbären im Wormser Tiergarten wussten zuerst gar nicht, was los ist. Plötzlich verwandelte sich ihr gewohntes Heim in eine kleine Baustelle. Nicht nur die Waschbären hatten was zu staunen, auch die Besucher des Tiergarten bekamen Spannendes zu sehen.
Dort, wo sich sonst die Tiere tummeln, konnte man die Tierpfleger Peter Borger und Oliver Rathmacher mit den Zivildienstleistenden Alexander Kriha und Sebastian Mathieu bei der Arbeit beobachten. "Die Waschbären bekommen von uns eine komplett neue und abwechslungsreiche Inneneinrichtung", erläuterte "Revierleiter" Oliver Rathmacher. Nach der Fertigstellung konnten die Bewohner ihr neu gestaltetes Heim besichtigen. Freudig nahmen sie alles in Besitz. Neugierig wie die allesfressenden Waschbären sind, dauerte es nicht lange, bis sie jeden Winkel untersucht hatten. Neben dem naturnah gestalteten Bereich mit Baumstämmen und kleinem Wasserfall haben die Tiere nun auch ein neues "Wohnzimmer" erhalten. Genauso gut könnte es sich irgendwo in der amerikanischen Heimat in der Nähe einer Trapperhütte befinden. Im neuem Gehege gibt es außerdem viele Utensilien zum Klettern, Verstecken und Toben - etwa aufgestapelte Holzscheite, ein alter Schubkarren oder ein alter Blecheimer. Die Waschbären sind natürlich scharf auf das Futter, das im neuen "Wohnzimmer" besonders gut an immer anderen Stellen versteckt werden kann. "Das Futterverstecken dient der Beschäftigung der Tiere. "Auch in der Natur müssen Waschbären ihr Futter suchen und bekommen es nicht einfach vorgesetzt", erläutert der stellvertretende Tiergartenleiter Dieter Wagner. Haben die putzigen Tiere etwas gefunden, tragen sie es zur Wasserstelle, um es dort einzutauchen. Das sieht aus, als wollten sie das Futter waschen, bevor sie es verzehren. Daher kommt auch der Name: Waschbär. Die anpassungsfähigen Kleinbären suchen in der Natur häufig am und im Wasser nach ihrer Lieblingsnahrung: Muscheln und Schnecken. Mit tastenden Bewegungen sammeln sie die Leckerbissen aus dem Wasser. Diese Bewegungen zeigen sie auch in menschlicher Obhut, selbst wenn sie ihre Nahrung nicht aus dem feuchten Element sammeln müssen.
