Armband wird bei Dekanatsfrauentag gedeutet
woz. Der Einladung der Evangelischen Frauen im Dekanat Worms-Wonnegau zum Dekanatsfrauentag waren weit über 200 Frauen gefolgt. In das Motto des Nachmittags "Lebensfreude - Perlen des Glaubens" wies Krista Fleischer, Delegierte und Schriftführerin der Evangelischen Frauen in Hessen und Nassau, ein. Mit den Perlen des Glaubens, einem Armband, das 1966 nach der Idee des evangelisch-lutherischen Bischofs Martin Lönnebo in Schweden entwickelt wurde, kann das Beten lebendiger werden. Denn jede der 18 Perlen hat eine besondere symbolische Bedeutung und kann anregen, das eigene Leben zu reflektieren, aber auch neuen Mut und Hoffnung in Gott zu finden. Das Vorbereitungsteam um Krista Fleischer, Kristin Flach-Köhler, Helga Fischer, Annedore Langenbacher, Charlotte Merle, Gudrun Seibert, Gisela Stiehler und Elisabeth Olff trug Texte auf der Bühne vor. Anschaulich war im Hintergrund die Perlenkette befestigt, die Konfirmanden aus Wachenheim aus Styroporkugeln gefertigt hatten. Zu jeder Perle wurde auf der Leinwand eine Aquarell-Interpretation von Erika Jost präsentiert. Die goldene "Gottesperle" ist die größte und bildet den Anfang und das Ende der Kette. Sie ist als Beginn und Ziel des Lebens zu sehen, lässt aber auch nach dem wertvollsten Gut im eigenen Leben fragen. Sechs kleine "Perlen der Stille" sollen anregen, die Hektik des Alltags abzustreifen und innezuhalten, um sich in der Ruhe neu zu finden. Bei der "Ich-Perle" soll über die Lebensweise im Alltag nachgedacht werden und auch über nicht verwirklichte Träume. An die Taufe auf den Namen Gottes, die Segnung durch das Kreuzzeichen und das Geschenk des Lebens soll die "Tauf-Perle" erinnern. Für Entbehrung, Einsamkeit und die Kämpfe des täglichen Lebens steht die "Wüsten-Perle". Sie soll Klarheit und Reife geben, das richtige Handeln zu erkennen. Die "Perle der Gelassenheit" in tiefem Dunkelblau steht als Synonym für die Weite des Himmels und des Meeres und soll Erkenntnis bringen, von welchen unnötigen Belastungen des täglichen Lebens sich der Mensch befreien kann. Zwei rote "Perlen der Liebe" symbolisieren die Harmonie in der Partnerschaft, den Schmerz durch die Trennung und auch die Liebe zum Nächsten. Dass mit Gott auch Dinge besprochen werden können, die anderen verschwiegen werden, sagen die drei "Geheimnis-Perlen". Für den Ausdruck von Verzweiflung und Angst vor dem Tod steht die Perle der Nacht. Auf Trost und Hoffnung durch den Glauben an Gott weist die "Perle der Auferstehung" hin, denn der Tod ist nicht das letzte Wort.
