Mit GPS auf Schnitzeljagd
20.07.2010 - WORMS
Von Angela Zimmermann
KINDER-UNI Geocoaching erweist sich als Renner
Was ist ein Quadcopter? Wie bedient man ein GPS-Gerät? Bei der „Kinder-Uni“ an der FH gab es wieder Spannendes zu entdecken. In diesem Jahr richtete auf Anregung des Dekans Professor Dr. Wolfgang Thorn der Fachbereich Informatik die beiden Kindertage aus. Als großer Renner bei den Nachwuchswissenschaftlern entpuppte sich das Geocaching, das ob der großen Nachfrage an beiden Tagen angeboten wurde. Mit GPS-Geräten und PDAs bewaffnet, machten die Kleinen bei einer modernen Schnitzeljagd den Campus unsicher. Wie bei der traditionellen Schnitzeljagd gilt es, Hinweise zu finden, die schließlich zum Ziel führen. Die Kinder geben die Startkoordinaten in ihre Geräte ein und los geht es. An jeder Station finden sie neue Koordinaten, die sie zum nächsten Punkt führen. Zusätzlich müssen knifflige Aufgaben erfüllt werden, wie beispielsweise den Umfang einer Kugel berechnen. Von der Wiese vor der FH geht es zum Sportplatz. Dort wartet auf die Kinder ein Quadcopter. Die Aufgabe: Flügel und Propeller zählen und erraten, wie das kleine Flugobjekt bezeichnet wird. Dann dürfen die Kinder selbst testen, was das Gefährt kann. Der Bausatz wurde im Rahmen einer Diplomarbeit von zwei Studierenden zusammengebaut und mit einer Kamera versehen. Die Bilder werden per Funk an eine spezielle Brille übertragen, sodass man die Welt „von oben“ überblicken kann. Die Kinder-Studenten sind begeistert. „Wir haben uns von oben gesehen“, berichtet Celeste aufgeregt. Selbst steuern dürfen die Kleinen den Quadcopter nicht; am Simulator dürfen sie aber austesten, wie das Gefährt fliegt und vor allem, wie die Steuerung funktioniert.
Die Kinder-Uni mit neuem Konzept - statt trockener Vorlesungen verschiedene Workshops - scheint ein voller Erfolg zu sein. „Das Geocaching macht viel Spaß, wir müssen die Koordinaten eingeben und dann die Orte suchen“, erklärt Martin. Das Eingeben an sich sei nicht schwierig, doch die Suche manchmal ein wenig verwirrend, berichtet er. Celeste ist kaum noch zu bremsen. „Wir laufen überall herum und an jeder Station gibt es kleine Döschen, in denen die neuen Koordinaten drin sind“, ergänzt sie. Auf dem Parkplatz an der Friedrich-Ebert-Straße finden die Kleinen ihr nächstes Döschen. Nach all der vielen Bewegung dürfen sich die zukünftigen Studenten in der Mensa stärken, bevor mittags geistige Anstrengung gefordert ist.
Bei Professor Dr. Ludger Martin lernen sie HTML-Programmierung und dürfen ihre eigene kleine Webseite entwerfen. „Ich lasse die Kinder einen Steckbrief von sich programmieren“, erklärt Martin. Er selbst hat noch nie mit Kindern programmiert und ist gespannt auf das Experiment. Ähnlich komplex geht es bei Professor Dr. Herbert Thielen zu. Er bringt seinen jungen Gästen bei, wie man E-Mails so verschlüsselt, dass unerwünschte „Mitleser“ keine Chance haben. Sport für den Kopf gibt es schließlich bei Professor Dr. Elisabeth Heinemanns „Gehirnjogging“.
