Salamandergelände: Stadt Worms hat Option für Kauf bis August 2013
24.11.2012 - WORMS
Von Johannes Götzen
Die Pläne zur Nutzung des Salamandergeländes durch die Stadt werden konkret. Mit dem Besitzer EnBW (Energie Baden-Württemberg) hat die Stadt mittlerweile einen Optionsvertrag über den Kauf abgeschlossen, bestätigte OB Michael Kissel (SPD) auf Nachfrage der WZ. Diese Option laufe bis Ende August 2013. „Damit haben wir genügend Zeit“, ist der OB überzeugt. Bis dahin werde ein Konzept stehen, wie genau das Gelände genutzt werden kann. Über den Kaufpreis will Kissel nichts sagen, man habe mit EnBW Stillscheigen dazu vereinbart. Kissels einziger Kommentar dazu: „Wir sind zufrieden.“
Stadtverwaltung ermittelt Raumbedarf
Jetzt wird innerhalb der Stadtverwaltung genau untersucht, wie sowohl der Entsorgungs- und Baubetrieb als auch die Hauptfeuerwache sowie die städtische Anzuchtgärtnerei dort unterkommen können. Ermittelt werden der Raumbedarf, der Flächenbedarf, Anbindung ans Straßennetz und vieles mehr. Zum einen geht es dabei darum, gerade den Entsorgungs- und Baubetrieb zeitgemäß zu strukturieren und gleichzeitig für die bisherigen Standorte speziell an der Monsheimer Straße und der Kyffhäuser Straße städtebauliche Fortentwicklungen zu ermöglichen – und über die Entwicklung dieser Liegenschaften die ganze Sache auch mit zu finanzieren. Außerdem soll die Stadtgärtnerei umsiedeln, damit an ihrer Stelle direkt am Hallenbad ein Schulsportzentrum entstehen kann, wie OB Kissel es ausdrückt.
Feuerwehr in Umbruchphase
Immer stärker ins Blickfeld gerät allerdings die Hauptfeuerwache. Insgesamt steckt die Feuerwehr in Worms in einer Art Umbruchphase. Es läuft seit geraumer Zeit eine deutliche Aufstockung des hauptamtlichen Personales, auch in den nächsten beiden Jahren sollen jeweils sieben neue Feuerwehrmänner hinzu kommen, um den Brandschutz gewährleisten zu können. Dies ist unter anderem notwendig, weil die Freiwilligen Feuerwehren einen „schleichenden Errosions-Prozess“ erleben, beschreibt Kissel die Situation.
Auch im Eisbachtal ist dies zu beobachten, weiß der zuständige Beigeordnete Hans-Joachim Kosubek (CDU), weshalb im Fall des Falles auch hier die Männer aus der Hauptfeuerwache ausrücken müssen. Doch ob auf Dauer gewährleistet ist, dass von der Kyffhäuser Straße aus der erste Löschzug in acht Minuten vor Ort ist, muss bezweifelt werden. Deshalb bietet sich der Standort Salamander-Gelände geradezu an. Getestet wurde bereits, dass von hier auch der Norden der Stadt über Scheidtstraße und neue B9 nahezu gleich schnell erreicht wird, wie vom heutigen Standort aus.
Zudem könnte nicht „nur“ eine Hauptfeuerwache sondern ein regelrechtes Brand- und Katastrophenschutzzentrum entstehen mit Feuerwehr, THW und Rettungsdienst. Neben dieser einsatztechnisch vernünftigen Zusammenführung wäre dies auch finanziell für die Stadt gut, weiß OBKissel:Für solche Zentren gibt es besondere Zuschüsse.

