Worms: Radfurten in Alzeyer Straße sollen zum Schutz der Radler verschwinden
25.11.2011 - WORMS
Von Johannes Götzen
Nachdem die Polizei eine auffallende Häufung von Unfällen mit Radfahrern festgestellt hat (die WZ berichtete), stehen auch die Radwege immer stärker im Fokus. Der ADFC war jetzt mit der Straßenverkehrsbehörde, dem Landesbetrieb Mobilität Worms (LBM) und dem Fahrradbeauftragten Helmut Gerlach mit einem speziellen Blick auf die Kreisverkehre unterwegs. Ergebnis:Vor allem am provisorischen Kreisel Alzeyer Straße/Kirschgartenweg sind Verbesserungen notwendig.
Grund ist die spezielle Radwege-Situation. Auf der stadtauswärtsführenden Seite der Alzeyer Straße gibt es den alten Radweg auf dem Bürgersteig – auf dem in beiden Richtungen geradelt werden darf. Mit dem provisorischen Kreisel kam noch ein kurzes Stück Radstreifen hinzu. Weggefallen ist dagegen die Fußgängerampel, die auch für die Radler galt, die von der Alzeyer Straße in die Gewerbeschulstraße fahren wollten.
Irritationen um Radfurt und Zebrastreifen
Genau deswegen kommt es an dieser Stelle zu Konflikten mit Autofahrern. Denn statt der Ampel wurden eine Radfurt und ein Zebrastreifen aufgezeichnet. „Dies erweckt aber den Eindruck, dass Radfahrer Vorfahrt haben. Das irritiert, zumal auch keine Schilder ,Achtung Radfahrer´ aufgestellt sind“, erklärt ADFC-Vorsitzender Dieter Dohmeier. Die Fläche, die sich Radler und Fußgänger hier teilen müssen, sei zudem viel zu klein. Als einzige Lösung sieht der LBM mit Zustimmung des ADFC die Entfernung der Radfurt an. Für Radfahrer bedeutet dies: Anhalten und schieben.
Anders am Kreisel Brauereiviertel. Hier haben die Radfahrer tatsächlich Vorfahrt. Um den Autofahrern dies noch stärker zu verdeutlichen, sollen die Radfurten hier zusätzlich auf der gesamten Fahrbahnbreite rot eingefärbt werden.
