Protest gegen deutsche Waffenexporte
20.08.2011 - WORMS
(clw). Das geplante Panzergeschäft der Bundesregierung mit Saudi-Arabien löste heftige Diskussionen aus. Der Verkauf von Patrouillenbooten an Angola schlug ebenfalls hohe Wellen. Die katholische Friedensbewegung Pax Christi fordert nun ein Ende deutscher Rüstungsexporte. Auch die Wormser Ortsgruppe beteiligt sich an der Kampagne „Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel“. Beim Dom-Pfarrfest am Sonntag, 21. August, wollen die Aktivisten mit einem Infostand zu den Themen „Ziviler Friedensdienst“ und „deutsche Rüstungsexporte“ vertreten sein. Für den Herbst ist zudem eine Ausstellung zum zehnjährigen Bestehen des Zivilen Friedensdienstes geplant, die im Dom gezeigt werden soll.
Gerade dieses Programm zur friedlichen Konfliktbeilegung und zur Stärkung der Zivilgesellschaft hält Pax Christi für ein geeigneteres Mittel zur Gestaltung der Außenpolitik als Waffenlieferungen. Auf die hätten aber die jetzige Bundesregierung wie auch ihre Vorgängerregierungen gesetzt und Rüstungsexporte genehmigt. Autoritäre Regime und Diktaturen, die die Menschenrechte mit Füßen treten, würden aufgerüstet, weil sie als vermeintlicher Garant der Stabilität einer Region gälten. Damit würden aber auch die Regime stabilisiert und dringend für Bildung und Armutsbekämpfung benötigte Geldmittel gebunden. „Der Handel mit deutschen Kriegswaffen und anderen Rüstungsgütern hat sich in den letzten Jahren verdoppelt“, kritisiert Pax Christi.

