Stadtteilbüro Wormser Westen arbeitet erfolgreich / Projekt läuft im Frühjahr 2009 aus / Suche nach neuen Finanzmitteln
woz. In der Innenstadt West bildet die Wohnanlage Dürkheimer Straße 1a einen Brennpunkt. In 59 Wohnungen wohnen 180 Personen in relativ beengten Verhältnissen, wobei 80 Prozent der Haushalte einen Migrationshintergrund aufweisen. Auch in der Nachbarschaft haben sich in den letzten Jahren immer mehr Spätaussiedler angesiedelt. Dass hier das Zusammenleben der Menschen mit den verschiedensten religiösen und kulturellen Hintergründen trotzdem harmonisch verläuft, dafür zeigt sich das Stadtteilbüro Wormser Westen verantwortlich. Landtagsabgeordneter Jens Guth besuchte die seit 2006 bestehende Institution gemeinsam mit den Ausländerbeiratsmitgliedern Carlo Riva und Achmed Cengelköy und konnte sich vor Ort über die vielseitige, effiziente und nachhaltige Arbeit freuen. Das Angebot richtet sich vor allem an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von zwölf bis 27 Jahren. Neben allgemeiner sozialer Beratung, die zweimal wöchentlich auf den Plan steht, wird Bewerbungs-, Sprach- und Kommunikationstraining angeboten, es gibt ein Mädchencafé, Nachhilfeunterricht, einen Orientierungs- und einen Englischkurs. Für Erwachsene bietet das Stadtteilbüro spezielle Sprachförderung an, erläutert die Leiterin des Büros Katharina Jünemann: "Alle Angebote werden hervorragend angenommen." Viele Kooperationspartner unterstützen das Projekt, das unter städtischer Trägerschaft läuft und über das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert wird. Doch wie jedes andere Vorhaben funktioniert es nur, wenn die Gelder fließen, ergänzt Bürgermeister Georg Büttler. Allerdings ist die Förderung der Maßnahme auf Zeit angelegt und läuft offiziell am 30. April nächsten Jahres aus. "Ein Abbruch des Projekts wäre katastrophal", so Gerhard Willy, der nun gemeinsam mit allen Beteiligten nach einer Lösung für die Weiterführung sucht. Gespräche in alle Richtungen seien nun wichtig, fordert Guth und sicherte Unterstützung zu.
