KLIMAWANDEL Diskussion in Dittelsheim-Heßloch
DITTELSHEIM-HESSLOCH (woz). Klimawandel und Umweltschutz beschäftigt bereits die Jüngsten. Diese Erfahrung machte der SPD-Bundestagsabgeordnete Klaus Hagemann bei einem Besuch der Von-Dalberg-Grundschule in Dittelsheim-Heßloch, wo er kurz vor Ferienbeginn mit den Schülern darüber diskutierte, welche Ursachen der Klimawandel hat und was jeder tun kann, um Energie zu sparen und die Umwelt zu schonen. Anlass des Besuchs war unter anderem, dass die Grundschule im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums eine so genannte "SchulgartenKiste" gewonnen hatte (die WZ berichtete).
"Diese Kiste, die Bäume, Sträucher und Stauden enthält, soll den Grundstein für einen Schulgarten legen und den Schülern zeigen, dass ein intaktes Ökosystem dem Klimawandel entgegenwirkt", erklärte Hagemann. Der SPD-Parlamentarier sagte zu, den geplanten Bau eines Insektenhauses zu sponsern. "Hinter der Schule ist auch bereits ein kleines Feld mit Teich, Baum und Barfußpfad von den Schülern vorbereitet worden", informierte Schulleiter Dieter Gutzler. Und nicht zuletzt profitiere die Grundschule vom Konjunkturpaket des Bundes und des Landes Rheinland-Pfalz, aus dem insgesamt rund 270000 Euro in die Gebäudesanierung fließen, freute sich Hagemann.
Das Thema "Umwelt" und "Schulgarten" habe in den Klassen und in der Projektwoche einen breiteren Raum eingenommen, erzählte Gutzler. Dies machte sich bei der Diskussionsrunde bemerkbar. Erstaunt war Hagemann über das große Hintergrundwissen der Kinder, wenn es um Klimaschutz und erneuerbare Energien ging. So wussten die Schüler vieles über die Auslöser des Klimawandels und wie diesem begegnet werden kann, sei es durch weniger Auto fahren, Heizen nur bei geschlossenen Fenstern oder das Verwenden von Energiesparlampen.
Von großem Interesse war für die Schüler in der Fragerunde an den SPD-Bundespolitiker, wie es mit dem Atomkraftwerk in Biblis weitergehe. Hagemann erläuterte, dass insbesondere aufgrund der ungeklärten Frage der Endlagerung der radioaktiven Abfälle der zwischen Stromkonzernen und Politik vereinbarte schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie eingehalten werden müsse. Zur offenen Endlagerfrage wusste schließlich ein Schüler Rat: "Am besten schießt man den ganzen Müll in den Weltraum".
