Von Claudia Wößner
QUALITÄT Tagesstätten der Diözese Mainz nehmen erfolgreich an Managementprojekt teil
DITTELSHEIM-HESSLOCH. In der Wirtschaft hat Qualitätsmanagement schon lange Einzug gehalten, um Prozesse zu optimieren. Jetzt hat der Qualitätsgedanke auch die Kindertagesstätten in der Region erreicht. 17 katholische Kitas samt ihren Trägern aus den drei Dekanaten Alzey/Gau-Bickelheim, Worms und Bergstraße-West haben erfolgreich an einem Qualitätsmanagementprojekt der Diözese Mainz teilgenommen. Die Kita-Leiterinnen dürfen sich ab sofort "Qualitätsbeauftragte" nennen.
Mit der Initiative, die von einer Beratungsfirma unterstützt wurde, soll die Weiterentwicklung pädagogischer und organisatorischer Prozesse gewährleistet werden. Deshalb wurde für jeden Kindergarten ein spezielles Handbuch erstellt. Das so genannte "Qualitätshandbuch" ist das Herzstück der Maßnahme. In dem Leitfaden werden die pädagogischen Abläufe genauso beschrieben und geregelt wie die Zusammenarbeit mit der Pfarrgemeinde und Verantwortungsbereiche des Trägers und der Kita-Leitung.
Feinsäuberlich soll künftig alles rund um den Kita-Betrieb dokumentiert werden. Das soll den Mitarbeitern auf lange Sicht die Arbeit erleichtern. Die neue Erzieherin weiß nach einem Blick in das Handbuch Bescheid, mit welchen Aktionen ihre Vorgängerin bei den Kids punkten konnte - oder ob die letzte Feier völlig in die Hose gegangen ist. Die Fehler, die zum Scheitern der Veranstaltung führten, kann die "Neue" dank des Handbuchs vermeiden. Solange der Leitfaden nicht im Regal verstaubt.
Dafür, dass das nicht passiert, soll eine jährlich stattfindende Qualitätskonferenz sorgen. Anhand des Leitbildes und der Ziele für die Bereiche Bildung und Betreuung, Zusammenarbeit mit den Eltern, Kooperation im Betreuungsteam und organisatorische Abläufe kommt die Kita auf den Prüfstand: Sind die Ziele erreicht? Beachtet man christliche Werte? Wo sind Verbesserungen drin? Oder müssen neue Maßnahmen durchgeführt werden?
In puncto Qualitätssicherung geht die Kirche also mit der Zeit. Bereits im November 2007 startete das Projekt. Fast zwei Jahre später geht die Qualitätsoffensive jetzt bei der Abschlussveranstaltung in Dittelsheim-Heßloch ihrem Ende entgegen. Rein formell. Denn der Optimierungsprozess sei ja nie abgeschlossen, erklärt Karin Jakubassa-Krämer. Die Handbücher, so die Referentin für Kindertagesstätten beim Diözesancaritasverband, müssten fortgeschrieben werden und Einrichtungsprofile aktuell angepasst werden. Es sei nun Aufgabe der Kita-Leitung, betonte sie, die gesteckten Ziele konsequent zu verfolgen, um die bestmöglichen Kita-Angebote zu realisieren.
