Sonntag, 12. Februar 2012 16:52 Uhr
URL: http://www.wormser-zeitung.de/region/vg-monsheim/wachenheim/8243561.htm

Wormser Zeitung

Wachenheim 

Wenn Christbäume brennen dürfen

19.01.2010 - WACHENHEIM

Von Martina Wirthwein

KNUT Löschen unerwünscht beim Wachenheimer Fest an der Feldscheune

Wenn sich Feuerwehrleute um brennende Tannenbäume scharen und tatenlos zusehen, wie diese Opfer der Flammen werden, kann man sich sicher sein, dass ein Knutfest gefeiert wird. Löschen unerwünscht!

In der Region wird der nordische Brauch immer beliebter, wobei die Wachenheimer von sich sagen, es als erste Gemeinde im Wonnegau und angrenzendem Terrain gefeiert zu haben. Das fünfte Mal trafen sich die Bürger an und in der Feldscheune Hofmann am Kindenheimer Weg. Immer wieder stauten sich kurzfristig die Fahrzeuge auf dem Weg dorthin, nicht nur dem ab und zu geschlossenem Bahnübergang wegen, sondern einfach aufgrund des guten Zuspruchs. Bis zu 50 Bäume werde man wohl verbrennen, schätzte man von Seiten der Feuerwehr, die gemeinsam mit dem Förderverein und dem Gesangverein Liederkranz Initiator des Knutfestes ist. Zwar war´s bibberkalt, allerdings konnte man sich in der Feldscheune aufwärmen, bei Glühwein und Kaffee, Kuchen und der obligatorischen Bratwurst. "Die muss sein, die läuft immer", bestätigte der Wachenheimer Dieter Keth, wenngleich in diesem Jahr erstmals ein "Knutburger" den Weg auf die Speisekarte fand.

Wie der Name schon sagt, besteht dieser, ganz wie sein berühmtes Vorbild, aus zwei Brötchenhälften, inklusive Gurkenscheibchen, Ketchup und Senf. Aber damit hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf, biss der Genießer doch hier nicht auf gebratenes Rinderhackfleisch, sondern auf eine Scheibe Saumagen. "Das schmeckt köstlich", urteilte ein Gast mit hoch gestrecktem Daumen.

Vergangenes Jahr durften die Gäste bei den traditionellen schwedischen Fleischbällchen Köttbullar zugreifen, doch zeigte sich die Herstellung aufgrund der nötigen Anzahl sehr zeitintensiv, weshalb man diesmal besagte Burger vorzog. Die Kloppberggugger ließen indes so einiges aus ihrem musikalischen Repertoire hören. Eine satte Leistung wenn man bedenkt, dass die Temperatur ziemlich knackig war und die Finger während des Spiels dadurch sicherlich recht kalt.

An der Feldscheune Hofmann nährten die verbrauchten Tannen ein hübsches Feuer. Foto: pa/Balzarin


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