Von Martina Wirthwein
ERLEBNISTAG Indianerfest in Wachenheim trumpft mit Aktionen und historischen Hintergründen
Am Sonntag stand Wachenheim ganz im Zeichen der indianischen Lebenskultur. Die Besucher konnten sich auf Schatzsuche begeben, mit Pfeil und Bogen schießen, über die Felder reiten, "Kriegsbemalung" auflegen lassen und die Geschichte der Indianer kennen lernen. In Wachenheim fand nämlich das "Indianerfest" statt, das nach dem großen Erfolg im letzten Jahr nun wieder Indianerfans in Scharen in die Zellertalgemeinde lockte. Das Fest fand im Rahmen des "Zellertaler Erlebnistages" statt. "Es ist einiges los in Wachenheim", erklärte Ortsbürgermeister Dieter Heinz. Fand das erste Indianerfest im letzten Jahr noch am Ortsausgang Richtung Mölsheim statt, wurde es nun auf den Sportplatz verlagert. "Hier stehen unter anderem Parkplätze und Toilettenanlagen zur Verfügung", erläuterte der Ortschef.
Eigentlich war das Indianerfest mehr aus dem Zufall heraus entstanden und in diesem Ausmaß gar nicht geplant. "Die Gemeinde wollte den Kindern und Jugendlichen im Ort einfach nur einen schönen Sonntag mit Spiel und Unterhaltung bereiten. Statt dessen kam förmlich eine Lawine ins Rollen", freute sich Heinz. Er hatte nicht damit gerechnet, dass sich fast das ganze Dorf an der Aktion beteiligen würde. Eingeklinkt hatten sich die Feuerwehr mitsamt Jugend und Förderverein, der Jugendbeirat, die Sparkasse und Volksbank, sowie etliche private Helfer.
Da, wo sich Indianer niederlassen, darf ein Tipi nicht fehlen. Das hatte das Team von "Seven Arrows" aus Offstein mitgebracht. Drinnen war Interessantes aus der Geschichte der Pomo-Indianer aus Kalifornien zu erfahren. Derweil ging´s draußen drunter und drüber auf der Hüpfburg, bei Dosenwerfen und Ponyreiten, am Glücksrad und beim Kinderschminken. Zwar stand auch hier das Thema Indianer im Vordergrund, doch Sonja Strack ging gerne auf die individuellen Wünsche ihrer jungen Kundschaft ein und malte auf die Kindergesichter anstelle indianischer "Kriegsbemalung" auch mal einen Schmetterling. Die vierjährige Anna-Lena hatte sich einen gewünscht - in ihren Lieblingsfarben pink und lila.
Dominik ist zum großen Fan des Indianerfestes geworden. "Er war schon letztes Jahr dabei", erzählte seine Mutter. Der junge Mann hatte gerade erfolgreich die Bonbonschleuder bezwungen und packte zufrieden die gefangene Süßigkeit aus. Auch die obligatorischen "Pommes" fehlten nicht. "Die sind der Renner bei den Kindern", meinte Dieter Heinz und lachte.
