Von Karl
TOURISMUS Wachenheimer Ortsparlament billigt Anschaffung von 16 Hinweisschildern / FWG spendiert 500 Euro
M. Wirthwein
. Bei der erneuten Offenlage des Bebauungsplanes "In den Bachstaden" erfolgten keine Einwände, allerdings hat der Gemeinderat zugunsten der Anlieger nachträglich einen weiteren Punkt eingefügt. Ursprünglich sollte der Zaun an der hinteren Grundstücksgrenze die Höhe von einem Meter nicht überschreiten, doch legte das Gremium nun das Höhenmaß auf 1,20 Meter fest. Vor allen wegen der Hundehalter, wie Ortsbürgermeister Dieter Heinz (FWG) begründet. Jetzt liegt der Plan noch mal zwei Wochen zur Offenlage aus, danach soll er in der nächsten Sitzung endgültig in der neuen Fassung beschlossen und damit zur Rechtskraft gebracht werden.
Gerade der Bereich Tourismus liegt Wachenheim besonders am Herzen. Mit dem ehrenamtlichen Einsatz von Seiten der Bürger konnte bisher vieles auf den Weg gebracht werden - zum Beispiel durch die Dorfmoderation. Eine neue Idee wurde jetzt in die Tat umgesetzt. Da es in der Gemeinde viele historische Bauwerke gibt, werden nun an 16 solcher Örtlichkeiten einheitlich entworfene Schilder mit entsprechenden Erklärungen und Hintergrundwissen angebracht, die Auskunft über das Gebäude geben sollen. Zwar gab es innerhalb des Rates noch einige kleine Ergänzungswünsche, doch fanden die Schilder durchweg volle Akzeptanz. Die Herstellungskosten werden auf rund 1000 Euro geschätzt; davon spendiert die FWG 500 Euro aus eigener Tasche. "Die Partei hat keineswegs ein Dubbeskonto", lacht Ortschef Heinz, vielmehr sind es Einnahmen aus dem letzten Schlachtfest und auch die Sitzungsgelder, die die Partei auf der hohen Kante hat und für gemeinnützige Zwecke einsetzt.
Für das Bürgerhaus wünscht sich die SPD einen Defibrillator. "Dieses Gerät soll bei allen Veranstaltungen im Bürgerhaus kostenlos zur Verfügung stehen", erläuterte Werner Gaede (SPD). Es wird eingesetzt, um eine Person bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand wiederzubeleben. Es handelt sich dabei um ein kleines Gerät, das elektrische Impulse aussendet, um sehr schnelle und unregelmäßige Herzschläge zu beenden und den normalen Herzrhythmus wieder herzustellen. Gerade in Großstädten wie München seien solche Geräte unter anderem in
U-Bahn Stationen frei zugänglich und haben schon viele Menschenleben gerettet, betonte Gaede. Indes gehen die Meinungen im Rat auseinander. Während die SPD die Anschaffung für sinnvoll hält, hat die FWG buchstäblich Berührungsängste. Trotz der bescheinigten "kinderleichten Bedienung" zeigte sich eine Hemmschwelle beim Gedanken an den potenziellen Einsatz.
Im Vorfeld der Sitzung hatte sich Verbandsbürgermeister Ralph Bothe bei Rettungssanitätern über dessen Bedienung informiert. Allerdings fehlen die Erfahrungswerte, die man sich eigentlich überhaupt nicht wünscht, meinte Bothe.
Anschaffung ja oder nein? Darüber solle sich der Rat in Ruhe Gedanken machen und das Für und Wider abwägen. Deshalb wurde die Entscheidung über den Erwerb auf die nächste Sitzung des Gremiums verschoben.
