Von Angela Zimmermann
KONZERT Ensemble "Luna Melisande" spielt in Anhäuser Mühle in Monsheim
Monsheim tanzt - diesmal zu den Klängen von "Luna Melisande", die in der Anhäuser Mühle zu Gast waren.
"Musik ist alles auf dieser Welt", bekunden die Musiker mit Sängerin Kim Avery und Mat Coleman in ihrer Liebeserklärung an die Musik "Für dich". Dass dies für die Künstler nicht nur leere Worte sind, stellen sie im Laufe ihres Auftritts immer wieder eindrucksvoll unter Beweis.
Allen voran Coleman, der schon bei der deutschen Folk-Rock-Band "Paddy goes to Holyhead" für Furore sorgte: Mit viel Charme, Witz und Eloquenz weiß er das Publikum zu leiten. Er ist nicht nur Musiker, sondern er lebt die Musik. Im Zeitraum eines einzigen Konzertes spielt er unzählige Instrumente, angefangen von Gitarre über Geige, Mandoline und Flöte bis hin zur keltischen Trommel.
Mit seinem Temperament und seiner ansteckenden Begeisterung reißt er sowohl Bandkollegen als auch Publikum mit. Hin und wieder liefert er sich kleine Scharmützel mit Sängerin Avery, die den Auftritt für die Zuschauer noch unterhaltsamer machen. Avery besticht mit Optik und sanfter Stimme. Ihre langen, schwarzen Haare bilden einen auffälligen Kontrast zum schneeweißen Kleid.
Das Publikum in Monsheim war jedenfalls vom ersten Ton an verzaubert. Mal sanft, mal rasant bot die Band ein beeindruckendes und immer wieder aufs Neue überraschendes Repertoire. Lieder wie "Kerzenschimmer" oder "Nachtgeflimmer", laut der Sängerin inspiriert von Novalis "Hymne an die Nacht", luden zum Träumen ein, während irische Polkas oder der finnische Hochzeitswalzer zum Mitklatschen und Tanzen animierten.
Dabei konnte Coleman ein ums andere Mal mit seinem Talent überzeugen. Für sein Spiel auf zwei Flöten, die er gleichzeitig spielte, erntete er laute "Bravo"-Rufe. Doch auch Percussionist Jorge Palomo sowie Keyboarder und Pianist Felipe Rojas konnten überzeugen. Zusammen bildeten die vier Musiker eine äußerst harmonische Einheit, die ein Stück keltischer und irischer Kultur in die Anhäuser Mühle zauberte. Dass es in der Musik nicht immer eines Textes bedarf, bewiesen die Musiker eindrucksvoll, denn auch die Instrumentalstücke rissen das Publikum mit.
Viel zu schnell neigte sich der Abend dem Ende entgegen, "Luna Melisande" hatten ihre Zuschauer fest im Griff. Auch wenn die Musik vielleicht für viele gewöhnungsbedürftig erscheint, sorgt sie doch für Kurzweil und gute Laune - die Begeisterung des Publikums gibt den Musikern recht.
