Tüten der Kinder schnell gefüllt
21.02.2012 - FLÖRSHEIM-DALSHEIM
Von Karl M. Wirthwein
FASTNACHTSUMZUG Seit 33 Jahren ziehen Flörsheim-Dalsheimer Narren durch die Straßen
Am Sonntag waren in Flörsheim-Dalsheim die Narren am Zug und servierten einen bunten und vielfältigen Lindwurm. 33 Motivwagen und Fußgruppen zogen durch die Straßen. Hinzu kam, dass die IG Fastnacht allen Grund zum Feiern hat, denn der Umzug lockt nun schon seit drei Mal elf Jahren die Narren auf die Straßen.
Die Tüten der Kinder füllten sich schnell, sind doch die Flörsheim-Dalsheimer alles andere als zurückhaltend, wenn’s darum geht, Süßes in die Menge regnen zu lassen. Die Erwachsenen kamen dabei auch gut weg - zum Beispiel am Startpunkt des bunten Lindwurms. Dort schenkte das Weingut Krause kostenlos Glühwein aus. Das tat gut bei den kühlen Temperaturen, die am Sonntag herrschten und kurzzeitig auch etwas Schneeregen vom Himmel kam. Da passte es, dass sich da eine Närrin ins Nikolauskostüm geworfen hatte. Den Geschenkesack suchte man allerdings vergebens.
Altbekannte, aber auch neue Gesichter waren zu sehen bei der bunten Freiluftnarrenschau und sie alle bewiesen, dass ihnen auch in dieser Kampagne die Ideen nicht ausgegangen sind. Sogar aus der Schweiz gab sich eine Musikgruppe die Ehre. Die Damen und Herren waren aus Wynau angereist, berichtete Zugmarschall Frank Sagadin.
Lokalprominenz sitzt im Feuerwehrauto
Punkt 13.11 Uhr setzte sich der Zug in Bewegung. Aus dem alten Traditionsauto der Freiwilligen Feuerwehr grüßte Ortschef Volker Henn mit Verbandsbürgermeister Ralph Bothe und Sonja, dem „Fräulein von Flersheim“. Die Beiträge der Vereine, Unternehmen und Gruppierungen waren allesamt ein Blickfang, angefangen beim Traditionswagen der IG-Fastnacht und des Brauchtumsvereins über die Chorgemeinschaft, die schon mal auf den „Sommernachtstraum“ im August hinwies.
Viele Motivwagen griffen aktuelle Themen aus der Region und der Politik auf. Dem Klimawandel beispielsweise nahm sich die Kerwejugend an. „Klimawandel? - Haupsach’, es Bier is kalt“, machten sie deutlich. Viele Tanzgruppen zeigten ihre Choreografien zu rhythmischen Klängen. Dass sich auch Politessen unter die Umzugsbeiträge gemischt hatten, musste niemanden angst und bange werden lassen, denn anstelle eines Strafmandats, gaben die „Ordnungshüterinnen“ Süßigkeiten für die Zaungäste aus. Ferner grüßten auch die Kleinen der Kita „Kunterbunt“ und gratulierten zum drei Mal elften Umzug. Im Schlepptau saßen die Mitglieder der „Holzmafia“ auf dem Baumstamm. „Wir sind eine private Initiative“, verriet ein Mitglied.
Den Zug bereicherten auch Teilnehmer aus den benachbarten Gemeinden Flomborn, Oberflörsheim und Gundheim. Begleitet und lautstark „befeuert“ wurde der Zug von mehreren Musikgruppen, darunter der Musikverein aus Einselthum, den Wingertsgeischdern aus Bechtheim-West sowie den Notenworschtlern aus Eppelsheim.
