„Von jedem Menschen lernen“
08.02.2012 - METTENHEIM
Von Gunter Weigand
KIRCHE Dekan Harald Storch führt die Pfarrer Hans-Leonhard Nollert und Andreas Schenk ein
Die Evangelische Kirchengemeinde Mettenheim hat seit Anfang dieses Jahres einen neuen Pfarrer. Hans-Leonhard Nollert übernimmt die Pfarrstelle des aus den beiden Kirchengemeinden Alsheim und Mettenheim neu gebildeten Kirchspiels, unterstützt wird er dabei von Andreas Schenk, der sich vorrangig um die Betreuung der Konfirmanden kümmern wird. Im Rahmen eines vom Musikverein Mettenheim und dem Ökumenischen Kirchenchor musikalisch gestalteten Gottesdienstes führte Dekan Harald Storch die beiden Pfarrer in ihre neuen Aufgabengebiete ein.
Dekan Storch betonte, dass es sich um eine Neuordnung der Aufgabengebiete und nicht um eine Neueinführung von Pfarrern handelte, denn sowohl Hans-Leonhard Nollert als auch Andreas Schenk betreuen seit Jahren ihre jeweiligen Pfarrstellen in Alsheim beziehungsweise Bechtheim und Monzernheim. Die Zusammenlegung von Alsheim und Mettenheim war jedoch nötig geworden, weil die Zahl der Mettenheimer Gemeindeglieder für eine eigene Pfarrstelle nicht ausreichte und Nollerts Amtsvorgänger Wolfgang Besier künftig die Pfarrstelle Niederflörsheim/Mörstadt übernehmen wird.
In seiner Predigt zu Jeremia 9, 22-23, ging der Dekan der Frage nach, was denn eigentlich wahre Weisheit, Stärke und Reichtum ausmachen. „Weisheit bedeutet, dass man erkennt, dass von jedem Menschen etwas zu lernen ist“, führte Storch aus. Stärke hingegen sei es, Gefühlsaufwallungen beherrschen zu können, ohne sich jedoch selbst ständig misstrauisch zu hinterfragen. Reichtum verglich der Dekan mit Genügsamkeit und der Fähigkeit, sich an dem zu freuen, was man bereits hat. Den beiden Pfarrern legte er ans Herz, ihre neuen Aufgabengebiete nicht als Last, sondern als etwas, das sie in ihrer Arbeit trage, zu begreifen.
Zu den Gratulanten gehörten auch Präses Klaus Martin, Vorsitzender des Dekanatssynodalvorstands im Dekanat Worms-Wonnegau, und Rita Schaab, die den beiden Geistlichen rheinhessische Blumensträuße überreichten. Nach dem gemeinsam gesungenen Kanon „Dona nobis pacem“ nutzte Pfarrer Nollert auf pfiffige Weise die Gelegenheit, Werbung für den ökumenischen Kirchenchor zu machen. Ein Zeichen dafür, dass er in Mettenheim schon gut angekommen ist.
