Aus Schwimmbad wird Mensa
04.09.2010 - EICH
HAUPTAUSSCHUSS Energetische Sanierung der Alsheimer Grundschule fast fertig
(rpk). Die umfassende energetische Sanierung der Grundschule „Am Sonnenberg“ in Alsheim steht kurz vor dem Abschluss. Das Gebäude wurde mit neuen Fenstern versehen, die Südseite erhält zudem einen elektrischen Sonnenschutz, die Außenfassade wurde wärmegedämmt und das Dach erneuert. Auf diesem ging bereits die neue Photovoltaikanlage zur Stromgewinnung in Verantwortung des Schwimmvereins Gimbsheim in Betrieb (wir haben berichtet).
Als nächste größere Maßnahme steht der Umbau des alten Schulschwimmbades in eine Mensa auf der Agenda. In diesem Kontext wird das Dach der Turnhalle und des seitherigen Schwimmbades, das einen Komplex bildet, saniert. Damit befasste sich jetzt der Haupt-, Finanz- und Werksausschuss der Verbandsgemeinde unter Vorsitz von Bürgermeister Gerhard Kiefer.
Der Ausschuss entschied sich, wie Kiefer auf Anfrage der WZ im Nachklapp aus dem nicht öffentlichen Teil dieser Sitzung berichtete, für die Variante 2: Neben dem Umbau des Schwimmbades in eine Schulmensa werden auch die Umkleiden und Duschräume erneuert und anders angeordnet. Die Dachsanierung für Mensa, Mitteltrakt und Turnhalle laufe bereits, berichtete Kiefer. Anders sieht es beim eigentlichen Mensaumbau aus: „Da werden wir vor dem Frühjahr nicht beginnen können“, meinte der VG-Chef.
In der nächsten Ratssitzung wird noch ein formeller Beschluss zur Ausschreibung der Baumaßnahme gefasst werden. Ebenfalls zum Antrag auf Fördermittel für diese Baumaßnahme. Da erwartet die Verbandsgemeinde von Land und Kreis laut Kiefer eine Finanzspritze von rund 800 000 Euro. Die prognostizierten Gesamtkosten liegen nunmehr, wie Kiefer weiter erläuterte, bei 1,38 Millionen Euro, da zusätzlich die marode Elektro-, Wasser- und Abwasserinstallation ausgetauscht werden muss. Bislang ging man von einer Summe von 830 000 Euro aus.
Kooperation bei Wasserversorgung
Um eine Weichenstellung für die Zukunft ging es im Ausschuss auch beim nicht öffentlichen Tagesordnungspunkt „Umstrukturierung der Wasserversorgung in Rheinhessen“. Mit Blick auf den so genannten demografischen Wandel - was unter anderem dazu führt, dass der Pro-Kopf-Verbrauch an Wasser weiter zurückgehen wird - stehen weitreichende Änderungen bei der Wasserversorgung an. Zum Hintergrund: Die VG Eich ist mit den Ortsgemeinden Alsheim und Gimbsheim einer der Gesellschafter bei der Wasserversorgung Rheinhessen GmbH (WVR) in Bodenheim, während die Ortsgemeinden Eich, Hamm und Mettenheim vom Wasserzweckverband Seebachgebiet Osthofen bedient werden.
Das erklärte Ziel der WVR ist eine kommunale Zusammenarbeit zwischen Rheinhessen und der Nordpfalz. Deshalb sollen der Versorger aus Alzey (EWG) und die Stadtwerke Kirchheimbolanden als Gesellschafter ebenfalls aufgenommen werden. WVR-Geschäftsführer Dr. Willi Kiesewetter erläuterte vor dem Ausschuss die erforderlichen vertraglichen Änderungen und die Neuberechnung der Gesellschafteranteile. „Ziel ist, dass weiterhin preisgünstiges und qualitativ hochwertiges Trinkwasser zur Verfügung gestellt werden kann“, so Kiefer. Im Rahmen dieser Kooperation sollen Synergieeffekte genutzt werden, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. „Und die Preise sollen stabil gehalten werden“, brachte es der VG-Bürgermeister auf den Punkt.
Der Verbandsgemeinderat Eich muss diese Umstrukturierung bei der Wasserversorgung ebenfalls noch absegnen.
