Sträucher und Bäume weichen
08.02.2012 - VG EICH
DEICHAUSBAU Mit Rodungen starten Vorarbeiten für Projekt zwischen Oppenheim und Worms
(red). Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd hat den Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau des Rheinhauptdeiches zwischen Worms und Oppenheim in den Gemarkungen Ludwigshöhe (Mausmeer) und Dienheim (NATO-Überfahrt) erlassen. Wie Vizepräsident Willi Tatge erläutert, liegen damit die Voraussetzungen für die Verbesserung der Hochwassersituation zwischen Worms und Oppenheim vor. Mit der Ertüchtigung von 2,25 Kilometern Rheinhauptdeich in diesem Abschnitt wird die erste Maßnahme aus dem im Jahr 2011 abgeschlossenen Moderationsverfahren „Deichrückverlegung Bechtheimer Kanal und Reserveraum für Extremhochwasser Eich-Guntersblum“ realisiert.
Die eigentliche Baumaßnahme soll im Sommer 2012 begonnen werden. Doch bereits jetzt müssen Rodungen von Sträuchern und Bäumen zur Freimachung des Baufeldes entlang des Deiches durchgeführt werden, damit sie vor Beginn der Vegetationsperiode und der Brutzeit bis Ende Februar abgeschlossen sind. „Natürlich haben wir ein landespflegerisches Ausgleichskonzept. Vor Ort oder in der Deichrückverlegung wird es entsprechende Neuanpflanzungen von Sträuchern und Bäumen geben“, unterstrich Tatge.
Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf rund 6,5 Millionen Euro. Ziel der Hochwasserschutzmaßnahme ist, den bestehenden, in die Jahre gekommenen Rheinhauptdeich nach dem Stand der Technik und für ein 200-jährliches Hochwasser auszubauen. „Ohne eine Verbesserung des derzeitigen Hochwasserschutzes am Rheinhauptdeich bestünde bei starkem Hochwasser die Gefahr eines Deichbruchs, und es käme zu Überflutungen. Wir wollen mit dem Deichausbau die Menschen, die hier leben, ihr Hab und Gut, aber auch die Land- und Forstwirtschaft schützen“, so Tatge.
