So schön und so gefährlich: Der Rhein. DLRG rät zu Vorsicht beim Baden
15.07.2010 - HAMM / OPPENHEIM
Von Manfred Janß und Stefanie Widmann
Ohnmachtssichere Schwimmweste ist wichtig
„Und noch etwas:Schwimmflügelchen, Schwimmreifen, Wassertiere und Luftmatratzen – all das sind keine Schwimmhilfen und schon gar keine Rettungsmittel“, betont Lerg. Das einzige, das ein Kind vor dem Ertrinken bewahren könne, sei eine ohnmachtssichere Schwimmweste. „Aber wer hat die schon und will seine Kinder den ganzen Tag darin herumlaufen lassen“, so der Wasserexperte.
In unserer Region gibt es am Rhein keinen Badestrand, der von Rettungsschwimmern überwacht wird und für den Badebetrieb offiziell ausgewiesen ist. Das gilt für das Ingelheimer Strandbad ebenso wie für das in Oppenheim;an beiden Stellen ertranken in den zurückliegenden Jahren bereits Menschen im Rhein. In Oppenheim etwa ist das Baden nicht explizit verboten, aber es gibt auch keinen Betreiber.
Gerade derzeit berge der dortige Rheinabschnitt besondere Gefahren. „Der niedrige Wasserstand erlaubt es, 50 bis 60 Meter in den Fluss hineinzulaufen. Dort aber ist man der Fahrrinne schon bedenklich nah, ein paar Schritte zu viel können sehr riskant sein“, so Lerg. Denn die Berufsschifffahrt verursache Wellen und Sog. „Ein solches Schiff hat keine Bremse. Wenn es zum Halten gebracht werden soll, muss es den Rückwärtsgang einlegen“, erläutert Lerg. Erst nach rund einem Kilometer ist dann die Fahrt raus. Im Notfall viel zu spät.
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