Von Gerhard Bühler
Umbau des Bauernhofs im Mannheimer Luisenpark ist beendet/Mehr Platz für typische Tiere wie Hausratte und Laufente
Nach dem fertig gestellten Umbau präsentiert sich der Bauernhof im Mannheimer Luisenpark mit neuen Tierarten und einigen Verbesserungen. Für junge Besucher wurde ein Streichelbereich für hautnahen Kontakt und Gelegenheit zum Füttern eingerichtet. Das Innere des Bauernhofes ist mit neugestalteten Gehegen nun ebenfalls für die Besucher zugänglich. Schon im Jahr 2005 begannen die Umbauarbeiten des 1979 errichteten Bauernhofes. Die nach dieser Zeit notwendig gewordenen Maßnahmen mit Gesamtkosten von 220000 Euro dienen der Verbesserung des Betriebsablaufs und der Tierpflege, ermöglichen den Tieren mehr Bewegungsfreiheit und kommen nicht zuletzt auch den Besuchern zugute, wie Günter Glaser, gärtnerisch-technischer Leiter des Stadtparks, bei der Vorstellung sagte. Mit dem Bau einer Scheune und der Lagermöglichkeit für Heu und Stroh sowie einer neuen Zufahrt von außerhalb des Parkgeländes werde der Betrieb in Zukunft einfacher und kostengünstiger. "Daneben hatten wir die Idee, den Bauernhof auch innen für die Besucher zu öffnen", weist Glaser auf einige Neuerungen hin, die den Besuch für Kinder noch attraktiver machen. So könne der Eintretende nun jede Tierart sofort sehen, zusätzlich sei Platz geschaffen worden für weitere typische Tiere eines Bauernhofes. Neben den Kaninchen sind dies die Hausmaus und die hierzulande vom Aussterben bedrohte Hausratte, die durch das Fenster des Schaukastens einen recht gepflegten und possierlichen Eindruck macht. Ihre Art wird durch die gerade in Großstädten weit verbreitete Wanderratte (Rattus norvegicus) immer mehr verdrängt. Ein neuer gläserner Brutkasten am Eingang bietet die Möglichkeit, die Entwicklung vom Ei zum Küken mitzuverfolgen. Neu im Tierbestand des Bauernhofs ist das Dorking Huhn, statt der bisherigen Zwergziege sei nun die inzwischen eher seltene Thüringer Wald Ziege aufgenommen worden, wie Glaser erläutert. Nach wie vor vorhanden sind Kaltblutpferde vom Typ Schwarzwälder Fuchs, das Hinterwälder Rind und das Schwäbisch-Hällische Hausschwein. Aus heimatlicher Umgebung stammen auch das Coburger Fuchsschaf, die Diepholzer Gans und die Indische Laufente, die bereits im 19. Jahrhundert nach Deutschland kam. "Im Außenbereich habe wir die marode Holzbrücke durch eine Aussichtsplattform ersetzt", weist Glaser auf das neue Streichel-Gehege mit einem Futterautomat hin. In hautnahem Kontakt können Ziegen und Schafe dort mit den Heu-Pellets gefüttert werden. Eigenes, mitgebrachtes Futter ist dagegen streng untersagt.
