Ältester Orang-Utan im Heidelberger Zoo tot
woz. Der Orang-Utan "Nogger" ist im Zoo Heidelberg gestorben. Mit über 40 Jahren war er einer der ältesten Orang-Utans in Menschenobhut. "Nogger" war ein herrlicher Orang-Utan Mann mit wallender Behaarung und einem sehr ausdrucksvollen Gesicht. Viele Zoobesucher, die Mitarbeiter des Zoos und vor allem die Pfleger des Affenrevieres vermissen ihn schon jetzt. Nun ist es an seinen Töchtern "Grisella" und "Puan" sowie dem jungen Affen "Uijan", der aus Hagenbecks Tierpark an den Neckar kam, die lange Tradition der Orang-Utan-Haltung und Zucht in Heidelberg fortzusetzen. Als die Tierpfleger morgens das Menschenaffenhaus betraten, war "Nogger" wach und munter. Als er auf eine erhöhte Plattform klettern wollte, fiel er nach Angaben des Heidelberger Zoos plötzlich kraftlos in sich zusammen. "Nogger" war 1972 in jugendlichem Alter aus Sumatra in den Zoo gekommen. Sein Geburtsjahr wird auf 1966 geschätzt. Er war eines von sehr wenigen Tieren im Zoo, die noch in freier Wildbahn geboren sind. Mit der etwa gleichaltrigen "Munna" hatte er sieben Kinder, die zum Teil in anderen Zoos (beispielsweise Moskau) neue Zuchtgruppen begründeten. Da es unsicher war, ob "Munna" ihre Jungen selbst aufziehen würde, wuchsen die Tiere in der Wohnung des früheren Zoodirektors Dr. Dieter Poley auf. "Nogger" zeichnete sich - neben seiner Schönheit - durch einen ruhigen, aber sehr selbstbewussten Charakter aus. Er versäumte es nie gegenüber anderen Orang-Utan-Männern im Haus, seine Position als ranghöchstes Männchen durch lautstarke Rufe zu demonstrieren.
