Donnerstag, 11. März 2010 06:14 Uhr
URL: http://www.wormser-zeitung.de/region/rhein-neckar/meldungen/5350248.htm

Wormser Zeitung

Rhein-Neckar 

Durch Innenstadt nur mit Plakette

06.01.2007 - MANNHEIM

Von Christian Albers

Mannheim reagiert auf Feinstaubbelastung mit Umweltzone / Alte Diesel nachrüsten

MANNHEIM Umweltsperrzone Innenstadt: Alte Diesel und neuerdings auch Benziner ohne geregelten Katalysator müssen ab Sommer oder Herbst draußen bleiben. Wer einfahren will, braucht eine Plakette - und ob er die bekommt, klärt sich mit einem Blick in den Fahrzeugschein.

"Entscheidend ist die Schlüsselnummer links oben auf dem Fahrzeugschein", erklärt Mannheims Umwelt-Fachbereichsleiter Josef Krah auf WZ-Anfrage. "Wer dort als letzte zwei Ziffern 00 bis 13 oder 15 bis 17 hat, der bekommt keine Plakette." Und das bedeute, er dürfe nicht in die Innenstadt, Neckarstadt, Oststadt und Schwetzigerstadt einfahren. 45 mal habe die Feinstaubbelastung im vergangenen Jahr die zulässigen Grenzwerte überschritten. "Und so musste die Stadt laut Bundesimmissionsschutzgesetz gegensteuern", sagt Krah. Frühestens ab März solle es die roten, grünen und blauen Plaketten geben. Eng könne es für Fahrzeuge werden, die vor 1993 gekauft wurden. "Da gilt es im Zweifelsfall, sich bei einer guten Werkstatt beraten zu lassen - ob man nachrüsten muss und ob sich das überhaupt lohnen würde." Für Diesel-Staubfilter gebe es sogar 330 Euro vom Staat geschenkt, das decke etwa die Hälfte der Kosten - und dann könne man noch fünf Jahre fahren. "Bisher war als Start für die Umweltzone der 1.Juli vorgesehen, aber jetzt wird darüber diskutiert, ihn in den Herbst zu verschieben", sagt Krah. "Denn die Regelung stammt vom vergangenen Oktober - und das Argument ist: Die Menschen sollen wenigstens ein Jahr Zeit haben, sich darauf einzustellen." Er selbst fände es gut, wenn den Leuten mehr Zeit bliebe, um umzurüsten oder ein neues Auto anzuschaffen. "Denn es geht uns ja nicht darum, Bußgelder zu kassieren, sondern dass die Fahrzeuge sauberer werden." Und Bußgelder wird es geben für diejenigen, die künftig mit Autos in der Umweltzone fahren oder dort parken, ohne von TÜV, Dekra oder Zulassungsstelle abgesegnet worden zu sein. "Die Höhe steht noch nicht fest, überzogen wird es nicht werden - aber man soll sich schon kräftig ärgern und umdenken", so Krah. Er geht davon aus, dass sich zum Beispiel Politessen mit darum kümmern, Verstöße zu entdecken. Im Gegensatz zu Mannheim sieht Ludwigshafen keinen Bedarf, eine solche Zone einzurichten. "Wir haben unsere Grenzwerte eingehalten, bei Feinstaub und Stickoxyd", sagt der dortige Umweltbereichsleiter Rainer Ritthaler. Ihm zufolge sind vor allem größere Städte gefährdet, und Ludwigshafen habe seinen Verkehr gut auf die Hochstraßen umgeleitet. Lkw-Durchfahrtsverkehr dürfe sowieso nicht mehr rein. Er rechnet mittelfristig nicht damit, dass die Innenstadt für alte Fahrzeuge gesperrt wird. "Außer, die Grenzwerte ändern sich - und das weiß man bei den EU-Regelungen ja nie so genau." Trotzdem ist klar: Langsam wird die Luft dünn für die ärgsten Staub- und Dreckschleudern.


Wetter

Mehr Wetter

Oster-Abonnement

Abstimmung

Jennifer Braun aus Eltville ist im Finale von "Unser Star für Oslo". Wird sie es schaffen und Deutschland beim Eurovision Song Contest vertreten?




Videos

Sonderveröffentlichungen

Bauen+Wohnen

Titelseitenthumbnail der Sonderbeilage Bauen und Wohnen vom 10.03.2010. Alzey, Worms, Ried

Specials

Opel

opel

Kruschel

Flughafenausbau

Flughafen Frankfurt am Main

Klimawandel

Klimawandel

Druckbar

Foto: Jonny Lye/fotolia.com

TOMs Book

TOMs Book

14 Tage kostenlos Probelesen










Fuß Zurück zum Service | Zurück zu den Verlagsservices | Zurück zur Navigation | Zurück zum Inhalt | Zurück zur rechten Spalte
Ende der Seite Zurück zum Service | Zurück zu den Verlagsservices | Zurück zur Navigation | Zurück zum Inhalt | Zurück zur rechten Spalte
0.392057180405 Sekunden