(red). Wieder einmal gab es eine böse Überraschung für die Benutzer von Geldautomaten. Unbekannte Täter hatten sich, so teilte nun die Polizei zu einem aktuellen Fall mit vielen Geschädigten mit, zunächst Zugang zu den Bankdaten von rund achthundert Kunden verschafft. Im Ausland (in allen bisher bekannten Fällen in den Niederlanden und England) waren Geldbeträge von bis zu mehreren tausend Euro von derzeit 80 bekannten Personen abgehoben worden, die in Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis wohnen. Wie die Polizei ermittelte, liegt der Sachschaden bei rund 100 000 Euro, er werde „aber mit Sicherheit noch weit höher liegen, als bislang festgestellt“.
Nach den ersten Ermittlungen des Betrugsdezernats der Heidelberger Kriminalpolizei hatten alle Geschädigte am 11. und 12. Juni mit ihren Scheckkarten Bargeld bei Automaten der Commerzbank und der Deutschen Bank abgehoben. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Täter in der Nacht zum 11. Juni an den Geldautomaten „Skimming-Geräte“ angebracht hatten und so an die Daten der Kunden gekommen waren. „Skimming“-Geräte konnten allerdings nicht mehr festgestellt werden.
Ob ein Tatzusammenhang zwischen den „Skimming-Angriffen“ auf die Commerzbank und die Deutsche Bank besteht, ist nun Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen. „Nach dem derzeitigen Kenntnisstand dürfte dies jedoch der Fall sein“ so die Polizei.
