Heidelberger Zoo freut sich über kleine Gürteltiere
(red). Der erste Nachwuchs im Heidelberger Zoo ist reich an der Zahl und meckert lautstark. Tobend und tollpatschig erkunden 19 quirlige afrikanische Zwergziegen-Kinder ihr Gehege. Einige der bunten Zicklein wurden kurz vor Weihnachten geboren, die jüngsten sind zwei Wochen alt und dank der Ziegenmilch ihrer Mütter kräftig am Wachsen.
Die angehenden Stirnwaffenträger rufen mit ihren Kulleraugen, dem zierlichen Näschen und dem kleinen runden Körper unmittelbares Entzücken bei kleinen und großen Zoogästen hervor - Zwergziegennachwuchs verkörpert das Lorenz´sche Kindchenschema in Perfektion. Wenn man ihnen vorsichtig über den Kopf streichelt, kann man sogar schon die kleinen Hörner fühlen. Nur vierzig bis fünfzig Zentimeter groß werden die Zwerge unter den Ziegen und wiegen ausgewachsen gerade mal 25 Kilogramm.
Im kleinen Affenhaus gibt es Nachzucht bei Kugelgürteltieren und Weißbauchigeln. Die drei Weißbauchigelkinder sind schon recht agil und durchstreifen ihr Gehege auf der Suche nach Nahrung. Das Kugelgürtel-Jungtier wurde Anfang Januar geboren. Kugelgürteltiere stammen aus dem mittleren Südamerika, wo sie Graslandschaften, Buschlandschaften und trockene Waldgebiete besiedeln. Die possierlichen Tiere haben die Fähigkeit, sich bei Gefahr vollständig in ihren Panzer einzukugeln. Zu diesem Zweck verbergen sie die Beine im Inneren und die harte Oberseite des Kopf und des Schwanzes bilden den Verschluss - fertig ist die Kugel. Noch hat das Kleine die Größe von einem Tennisball. Erwachsene Kugelgürteltiere sind zusammengerollt ungefähr so groß wie ein Handball und wiegen rund 1,5 Kilogramm. Eigentlich könnte man die Kugelgürteltiere in Europas Zoos auch mit einem großen "H" schreiben. Der gesamte Europäische Bestand geht auf die Zuchtgemeinschaft zwischen den Zoos von Halle und Heidelberg zurück.
In Heidelberg wurden allein in den letzten zwei Jahren 4 Kugelgürteltiere geboren und aufgezogen. Sowohl Weißbauchigel als auch Kugelgürteltiere sind dämmerungs- und nachtaktive Tiere, die im Zoo auf die Fütterung um 15.30 Uhr konditioniert wurden. So haben Zoobesucher die Möglichkeit, die Tiere zu beobachten. Und am 10. Februar ist der Heidelberger Zoonachwuchs im SWR abends in der Landesschau zu bestaunen.
