Osthofener Haus Jacobus feiert Narrenschau mit viel Musik
18.02.2012 - OSTHOFEN
Von Karl M. Wirthwein
Am Donnerstag stand das „Haus Jacobus“ ganz im Zeichen der Narretei und die Senioren hatten gehörig den Schalk im Nacken. Das Motto: „Der EM-Ball ist rund, das Jacobus feiert bunt“.
Vom geschmückten Saal bis hin zum närrischen Elferrat unter dem Vorsitz der 84-jährigen Sitzungspräsidentin Christina Feth war alles perfekt organisiert. In die Rolle einer Ärztin schlüpfte Anke Schwarz mit der Hitliste der Krankheiten. Auch wenn es ein ernstes Thema ist, kann man das Ganze auch mal ironisch sehen: „Das Positive am Noro-Virus: Durchfall ist besser als Weight Watchers und macht schon nach zwei Wochen schlank.“
Monika Reuther sieht die Welt musikalisch durch die rosarote Brille - ob die „Blaue Donau“ oder auch „Ganz in Weiß“. „Vadder Abraham“ kam mit einer ganzen Schlumpfabordnung an, um das Lied der Schlümpfe zu präsentieren. Ebenfalls hoch im Kurs stehen die 70er Jahre. Lieder der Pop-Gruppe Abba brachten Ivetta Zölt, Christine Geier mit Töchtern Michelle, Stephanie und Katharina Geier mit. Wenn zwei Globetrotter (Doris Trautmann und Rosalinde Dinges) zum Schlagabtausch rufen, jagt eine Lachsalve die andere. Da gibt es zum Beispiel den Busfahrer, der keine Nüsse mehr von den Damen will. Der Grund: Im Alter kann man „Ferrero Küsschen“ nur noch lutschen, aber die Nüsse nicht mehr beißen.
Kinder sind immer Favoriten bei den Senioren. Schwester Hanni und Kinder begeisterten mit „Komm’, hol’ das Lasso raus“. Hier war eine Zugabe genauso fällig wie bei den beiden Klatschtanten „Frau Struwwelisch“ und „Frau Babbisch“ (Daniela Seibert und Silvia Kern). Mit Blick auf die diesjährige Fußball-EM gab es schon jetzt ein kleines sportliches Tänzchen nach dem Song der „Sportfreunde Stiller“. Eine Hausfrau, die alles besser weiß, ist Ilse Blum. Täglich „Gedämmbde“ als Hauptgericht und als Beilage Pfeffer und Salz ist allerdings ein wenig monoton. Piraten ließen sich ebenfalls blicken. Sie tanzten zur Titelmelodie von „Fluch der Karibik“, während die Damen aus dem Wohnbereich 5 in friedlicher Absicht kamen und die kleinen „Tanzmäuse“ aus Mettenheim im Anschluss als Funkenmariechen begeisterten.
Erinnerungen an Ernst Neger wurden wach mit Sebastian Kölsch, der unvergessene Hits wie „Rucki-Zucki“ präsentierte, Jessica Barth sang Margit Sponheimers große Fastnachtshits wie „Gell, Du hast mich gelle gern“. In die Rolle der Volksmusikstars „Marianne und Michael“ stiegen Daniela Deibert und Simone Balcar. Ein Liedvortrag von Ellen Schmitt und Katharina Becker beendete die gelungene Veranstaltung.
Viel Lob gab es auch von den geladenen Fastnachtsvereinen. Andreas Pinger (CCO): „Toll ist alles gemacht, es sieht sehr professionell aus.“ Doris Trautmann (Narrinos TV Mettenheim) freute sich: „Es macht viel Spaß, hier mitzuschunkeln“.
Das umfangreiche Programm erklärten die Chefinnen Rosalinde Dinges und Manuela Haller mit den „Obernarren“ Doris Trautmann, Birgit König und Bernd Kronauer, die im Hause beschäftigt sind und das Programm zusammengetragen haben.
