VERZÖGERUNG Sturmtief Xynthia beschädigt Folientunnel
(swy). Dieses Frühjahr ist für die Spargelbauern der Region alles andere als angenehm. Erst der harte Winter mit Schnee und Eis, und dann auch noch Sturmtief Xynthia. Für Andreas List von Bärli Spargel in Bürstadt war der Jahresbeginn alles andere als leicht. Durch die lange Kälte und die für diese Region ungewöhnlich große Menge an Schnee konnten diesen Winter viele nötige Arbeiten im Freien nicht erledigt werden. "Wir sind ein bisschen im Verzug", so List. Schon im vergangenen Jahr gab es durch Kälte und mangelnden Sonnenschein eine Verzögerung. Im letzten Jahr wurde hierfür eine lichtdurchlässige Folie mit Drahtbügelstellen über die Wälle gespannt. Und gerade diese Mini-Tunnel, die bei Kälte die Wirkung eines Gewächshauses übernehmen, erwiesen sich durch ihre Anfälligkeit für starken Wind als Ärgernis. Trotz der Taschen in den Seitenwänden, die mit Erde angefüllt wurden um die Tunnel zu schützen, war gegen den extrem starken Wind am Wochenende nichts zu machen. "Durch Xynthia wurden etliche unserer Folientunnel durcheinandergeweht und beschädigt. Das wieder in Ordnung zu bringen, kostet natürlich auch wieder Zeit", ärgerte sich List.
In Lampertheim reagierte Gemüsebauer Karl Heinz Schmidt dagegen schnell auf das Sturmtief. Bevor Xynthia über das Ried hinwegfegte, ließ er die Folientunnel entfernen und anschließend wieder daraufsetzen. So blieb zusätzlicher Ärger erspart.
Wann in Bürstadt bei Bärli mit dem ersten Spargel zu rechnen sei, so Andreas List, sei vom Wetter im März abhängig. So könne der Spargel aus dem Gewächshaus wohl erst ab dem 10. März gestochen werden. Im Freiland hingegen könne dies erst um den 1. April geschehen. Das könne man aber noch nicht so genau sagen, da sich bezüglich des Wetters immer noch einiges ändern könne. Die Spargelbauern hoffen, dass der März sich von seiner warmen und sonnigen Seite zeigt. Guter Spargel ist auf Licht und Wärme angewiesen.
