Freitag, 10. September 2010 12:54 Uhr
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Wormser Zeitung

Multimedia 

Beim Rechner regelmäßig Aufräumaktionen angesagt

06.10.2007

Von Vivien Leue

Nicht nur "Sammelleidenschaft" der Windows-Registrierungsdatei macht den Computer ohne entsprechende Gegenmaßnahmen immer langsamer

BERLIN/HANNOVER Der Computer vereinfacht vieles - kann aber auch ganz schön viel Arbeit machen. Wenn der PC streikt, nur noch in einem Schneckentempo läuft oder Programme abstürzen, ist der Ärger meist groß. Computerexperten raten deshalb, das Betriebssystem zu pflegen. Wie die Wohnung, so sollte auch die Festplatte eines Computers regelmäßig gesäubert werden, damit der Anwender am Ende mehr Freud als Leid mit seinem PC hat. Den Erfahrungen nach wird das Betriebssystem Windows mit der Zeit immer langsamer - da sind sich alle Computerfachleute einig. Das Problem sei die Registrierungsdatenbank des Systems, die sogenannte Registry, sagt Peter Knaak von der Stiftung Warentest in Berlin. "Von Hand kann man das als Laie nicht säubern, da könnte man auch das Falsche löschen", so der Computer-Experte. "Für die paar Schritte, die ich selbst erledige, habe ich eine handgeschriebene Anleitung parat." Er empfiehlt spezielle Programme aus dem Fachhandel, die beim Säubern der Registrierungsdatenbank helfen. Eine zu volle Festplatte kann den Computer langsamer machen - und im schlimmsten Fall zu häufigen Abstürzen des Systems führen. Der Computerexperte Gerald Himmelein von der Zeitschrift "c't" rät, nicht jedes Programm, dass einem zwischen die Finger kommt, auch zu installieren. "Um das Betriebssystem gar nicht erst unnötig zu belasten, sollten Benutzer immer genau überlegen, ob sie jedes angebotene Programm auch wirklich benötigen", empfiehlt Himmelein. Sollte man später feststellen, dass man ein Programm nicht mehr braucht, rät Himmelein dazu, es zu löschen. "Bevor man jedoch Programme, und seien sie auch noch so klein, löscht, sollte man sich sicher sein, dass man im Notfall das System auf den Stand vor dem Löschen wiederherstellen kann", sagt der Computerfachmann. Auch das Internet-Surfen hinterlässt Spuren auf dem Computer - zum Beispiel in Form von "Cookies". In der Menüleiste des Internet-Explorers kann man unter "Extras" und "Internetoptionen" auf der Registerkarte ein regelmäßiges Löschen der temporären Internetdateien und Cookies einstellen. "Was Windows zusätzlich verlangsamt, ist der Start von mitunter unnötigen Systemdiensten und Programmen", sagt Peter Knaak. Beim Einschalten lädt der PC häufig Software mit, die später gar nicht benutzt wird. Dadurch wird das Hochfahren des Computers verlangsamt. Da die Programme im Hintergrund aktiv sind, steht auch weniger Arbeitsspeicher und Rechenleistung für andere Programme zur Verfügung. Deshalb sei es sinnvoll, zu überprüfen, welche Software mit dem Systemstart geladen wird, sagt Knaak. Einige Programme, wie die verschiedenen Media-Player, können nach Expertenmeinung aus dem Autostart-Verzeichnis entfernt werden. Doch Knaak warnt: "Die Möglichkeit von Irrtümern besteht immer." Auch Gerald Himmeleien von der "c't" rät zu Vorsicht: "Es kann problematisch sein, bestimmte Dienste oder Hilfsprogramme auszuschalten. Die werden möglicherweise von anderen Programmen benötigt." Ärger im Hinblick auf Schnelligkeit kann auch Windows Vista seinen Nutzern bescheren. "Viele Windows Vista-Nutzer beschweren sich über die miserable Geschwindigkeit ihres Systems", sagt Oliver Schlöbe von vista-blog.de. Mit kleinen Kniffen lasse sich Vista aber beschleunigen, sagt Schlöbe. "Die neue grafische Oberfläche Aero sieht schick aus, ist aber auch ressourcenfressend." Für ihn gibt es hier zwei Lösungen: "Entweder man deaktiviert Aero und spart so Speicher oder man stockt den Arbeitsspeicher auf, was natürlich mit zusätzlichen Kosten verbunden ist." Diejenigen, die Vista auf ihrem alten Computer installiert haben, müssen sich aber wohl an eine langsamere Reaktionszeit ihres Systems gewöhnen: "Das neue Betriebssystem Windows Vista beansprucht den Rechner mehr als das frühere Windows XP", sagt Computerexperte Himmelein.


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