Von Ralf Schuster
Die streikenden EDS-Mitarbeiter sorgten am Dienstag für besonders viel Aufsehen im Gewerbegebiet Hasengrund: Sie legten eine Zeitlang die Zufahrt zur Adam-Opel-Straße lahm.
Eine ganze Flut der in gelb gekleideten („Wir streiken – ich bin dabei“ ) und mit roten Fahnen ausgerüsteten Beschäftigten im Ausstand hatte sich zunächst wieder um den Brunnen vor den EDS-Hochhäusern geschart. Weil im Rahmen eines „Sternmarsches“ allerdings immer wieder Abordnungen auch aus anderen Standorten, bis hin nach Bremen, in Bussen ankamen und mit viel Applaus von ihren Kollegen empfangen wurden, wurde die Zahl immer größer. Die Polizei schätzte am Schluss auf 850 Teilnehmer.
Diese marschierten mittags dann als Demonstrationszug Richtung Columbia-Hotel, in dem die Einigungsstelle gerade tagte. Eine „Kündigung“ an die Geschäftsleitung sollte überreicht werden. „Widerspruchslose Umsetzung von Personalabbau trotz geschäftsschädigender Konsequenzen“ war als Begründung angegeben.
Eine Delegation ging mit dem Brief ins Hotel, bekam ihn aber nicht richtig los, die Tagungsräume wurden nicht geöffnet. Man schob die „Kündigung“ also unter der Tür hindurch. Die übrigen Streikenden umrundeten mit lauten Trillerpfeifen das Hotel und sperrten die Straße davor.
