Boot kentert vor Mainz - Besatzungsmitglieder erleiden Schock
25.07.2010 - MAINZ / WIESBADEN
Von Kirsten Strasser
„Fahrerflucht“ auf dem Rhein: Die Wasserschutzpolizei fahndet nach einer Yacht, die am Sonntagnachmittag ein kleines Sportboot zum Kentern und dadurch drei junge Männer in Gefahr gebracht hat.
Wie die Wiesbadener Wasserschutzpolizei und die Mainzer Feuerwehr, die bei der Rettungsaktion ebenfalls im Einsatz war, mitteilten, war es gegen 15.10 Uhr, als der kleine Außenborder in Höhe des Kaisertores kenterte. Die drei Personen trieben anschließend im Rhein. DLRG, Wasserschutzpolizeien und Feuerwehren beider Rheinseiten machten sich mit Tauchern, Fahrzeugen und Booten auf den Weg, um den Gekenterten zu helfen; auch ein Hubschrauber wurde geordert, um notfalls die Rettungsmaßnahmen aus der Luft zu unterstützen. Den Helfern gelang es aber schnell, die Gekenterten, 16, 20 und 29 Jahre alt, aus dem Wasser zu holen und in die Rettungsboote zu ziehen. Die Männer aus Eltville und Darmstadt standen unter Schock, waren ansonsten aber unverletzt.
Die Wasserschutzpolizei nahm die Ermittlungen zur Unfallursache auf – und schnell stand fest, dass offenbar eine Yacht beteiligt war. „Das kleine Sportboot kam aus dem Kasteler Stromarm, als eine größere Yacht in diesen Bereich einfuhr und offenbar unmittelbar vor dem Außenborder zwei Pirouetten drehte“, erklärte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Wiesbaden. „Möglicherweise hat der Fahrer der Yacht das kleine Sportboot gar nicht gesehen. Jedenfalls entstanden große Wellen, die das kleine Boot zum Kentern brachten.“ Die Yacht konnte nicht gefunden werden. „Es ist nur bekannt, dass sie groß und weiß war.“ Die Wasserschutzpolizei, Tel. 06134/55660, sucht jetzt Zeugen, die Hinweise geben können.
