Zwei Verletzte bei Brand in Wiesbadener Mehrfamilienwohnhaus
13.03.2010 - WIESBADEN
Von Birgit Emnet
Bei einem ausgedehnten Küchenbrand am Freitagmittag in einem Mehrfamilienhaus in der Schiersteiner Moselstraße wurden zwei Hausbewohner verletzt. Die beiden Männer im Alter von 78 und 85 Jahren befinden sich derzeit zur Behandlung im Krankenhaus. Der Sachschaden wird auf mindestens 100.000 Euro geschätzt.
Kurz nach 13 Uhr meldeten Anrufer über Notruf einen Zimmerbrand in der Moselstraße. In dem mehrgeschossigen Wohnblock schlugen Flammen aus einem Fenster im ersten Stock. Bei Ankunft der Schiersteiner Freiwilligen Feuerwehr befand sich ein Mann mit rußgefärbtem Gesicht auf dem Balkon neben dem brennenden Fenster. Über eine Steckleiter konnten Einsatzkräfte den Verletzten vom Balkon retten, der Notarzt leistete Erstversorgung bei dem 85-Jährigen. Mit zwei C-Rohren wurde die brennende Küche nebst angrenzenden Räumen gelöscht. Aus der Wohnung im zweiten Stock, die ebenfalls durch den Brand in Mitleidenschaft gezogen worden war, rettete die Feuerwehr einen 78-Jährigen, der eine leichte Rauchgasvergiftung hatte.
Nach den ersten Ermittlungen von Brandspezialisten des Polizeipräsidiums Westhessen ist das Feuer in der Küche der Wohnung im 1. Stock ausgebrochen. Nach Angaben des 85-jährigen Wohnungsinhabers habe er sich im Wohnzimmer aufgehalten, als er einen „Knall“ hörte. Als er daraufhin in seiner Küche nachsah, bemerkte er das Feuer, das sich schnell in der ganzen Wohnung ausbreitete. Der Mann flüchtete sich dann auf den Balkon der Wohnung, wo er von der Feuerwehr gerettet wurde.
Keine Angaben zur Brandursache
Aufgrund der massiven Brandeinwirkung in der Wohnung im ersten Stock können die Beamten derzeit keine Angaben zur Brandursache machen. Es ist vorgesehen, zur Feststellung weiterer Ermittlungsansätze einen Gutachter hinzuzuziehen.
Vor Ort waren neben der Schiersteiner Wehr und dem Löschzug der Berufsfeuerwehr ein weiteres Löschfahrzeug der Berufsfeuerwehr, zwei Notärzte und drei Rettungswagen sowie die Polizei. Für die gesamten Lösch- und Aufräumarbeiten kamen vier Atemschutztrupps zum Einsatz.
