Malediven
08.02.2012
Die Malediven sind eine Kette von rund 1190 Inseln und Atollen im Indischen Ozean. Das Urlaubsparadies mit tropischem Klima erstreckt sich auf einer Länge von rund 750 Kilometern und einer Breite von 120 Kilometern nahe der Südspitze Indiens. Auf den rund 200 bewohnten Inseln leben rund 395 000 Menschen, die Hauptstadt Malé liegt auf dem Nord-Malé Atoll. Staatsreligion ist der Islam in sunnitischer Ausprägung.
Der Tourismus ist mit Abstand der größte Wirtschaftszweig. Er trägt rund ein Drittel zum Bruttoinlandsprodukt bei und erbringt mehr als 60 Prozent der Deviseneinnahmen. Das Pro-Kopf-Einkommen lag 2010 bei 3 630 Euro im Jahr. Damit zählt das Taucherparadies nicht mehr zu den ärmsten Entwicklungsländern.
Die Republik wurde 1965 von Großbritannien unabhängig, galt aber lange als Autokratie. Parteien wurden erst 2005 zugelassen. Schlagzeilen machten die Malediven bei ihren Aktionen gegen den Klimawandel, so tagte das Kabinett unter Wasser. Wenn der Meeresspiegel weiter steigt, sind die Inseln und Atolle nach Schätzungen in rund 100 Jahren überflutet. . Politik
